Wenn Kleidung nicht mehr passt oder gebraucht wird, gebe ich sie am liebsten weiter. Vor allem unsere Kinder wachsen so schnell, dass ständig wieder etwas zu klein wird. Zuerst frage ich Freundinnen oder Verwandte, ob sie etwas gebrauchen können, aber trotzdem bleiben immer Teile übrig, die viel zu schade zum Wegwerfen sind. Über Altkleidercontainer hört man nicht immer Gutes, und für jedes Teil eine Kleinanzeige zu erstellen, fehlt mir die Zeit. Deshalb habe ich die Sellpy Tasche ausprobiert: Kleidung einpacken, abschicken und Sellpy erledigt den Rest. Wie das funktioniert hat und ob ich es wirklich empfehlen kann, erzähle ich dir in diesem Artikel.
Kurz über Sellpy
Sellpy ist eine große Secondhandplattform für Kleidung, Schuhe, Accessoires, Spielzeug und andere Haushaltsartikel. Aktuell ist die Plattform in 24 europäischen Ländern aktiv und dadurch ist die Auswahl riesig. Ein weiterer großer Vorteil: Alles läuft direkt über Sellpy mit sicherer Bezahlung. Kein Hin-und-her mit Fremden und kein Risiko.
Wenn du verkaufen möchtest, packst du die Sachen einfach in die Sellpy Tasche, schickst sie ab und Sellpy übernimmt den Rest. Du brauchst also keine Fotos machen, Beschreibungen erstellen oder Preise angeben. Auch beim Kaufen funktioniert Sellpy wie ein normaler Online-Shop. Mehr über unsere Erfahrungen mit dem Kauf gebrauchter Sachen auf Sellpy erzähle ich dir übrigens in diesem Artikel.
Der große Pluspunkt: Secondhand wird extrem einfach gemacht. Perfekt für alle, die nachhaltiger leben wollen, aber wenig Zeit haben. Ein kleiner Nachteil für mich persönlich ist, dass Sellpy zur H&M Group gehört. Aber da ich bisher keine gleich gute Alternative gefunden habe, nutze ich Sellpy trotzdem. So werden meine Sachen wenigstens weiterverwendet und landen nicht irgendwo auf einem Kleiderberg in der Wüste.
So funktioniert die Sellpy Tasche
Wenn du Sachen über Sellpy verkaufen möchtest, bestellst du zuerst eine Sellpy Tasche über die Sellpy-Website.* Die Tasche kostet nur ein paar Euro inklusive Versand zu dir und wieder zurück zu Sellpy. Sobald die Tasche bei dir zuhause ist, packst du deine Kleidung oder andere Artikel, die du verkaufen möchtest, ein und schickst die Sellpy-Tasche mit dem beiliegenden Versandetikett an Sellpy zurück. Einfach, oder?
Im Lager sortiert Sellpy deine Sachen. Alle Artikel, von denen Sellpy glaubt, dass sie einen Wiederverkaufswert von mindestens 5 Euro haben, werden fotografiert, beschrieben und zum Verkauf eingestellt. Artikel mit geringem Wert oder in sehr schlechtem Zustand werden aussortiert und gespendet oder recycelt. Du kannst aber auch verlangen, dass dir abgelehnte Artikel gegen eine Gebühr zurückgeschickt werden.
Sellpy bestimmt die Preise, du kannst sie aber in den ersten 14 Tagen ändern, wenn du möchtest. Für jeden Artikel fällt eine feste Anzeigengebühr von 1,20 Euro an, egal ob er verkauft wird oder nicht. Verkauft ein Artikel unter 50 Euro, bekommst du 40 % des Verkaufspreises, bei Artikeln über 50 Euro sogar 70 %.
Du kannst deinen Verkauf im Sellpy‑Profil verfolgen und deinen Gewinn auszahlen lassen, sobald deine Verkaufsanteile die Anzeigengebühren decken. Keine Sorge: Wenn keine Artikel verkauft werden, musst du nichts an Sellpy zurückzahlen. Im schlimmsten Fall zahlst du also nur die paar Euro für die Tasche, aber bisher habe ich immer einen kleinen Gewinn gemacht.
Artikel, die am Ende nicht verkauft werden, werden in der Regel gespendet oder recycelt; du kannst sie aber auch gegen eine Gebühr zurückschicken lassen.


Ich habe schon drei Mal eine Sellpy Tasche mit gebrauchter Kleidung verschickt.
Meine Erfahrungen mit der Sellpy Tasche
Ich habe bisher drei Sellpy Taschen zu verschiedenen Jahreszeiten verschickt. Insgesamt wurden 44 Teile verkauft, wofür ich insgesamt 45 Euro bekommen habe. Das ist also nicht besonders viel und über Kleinanzeigen hätte ich wahrscheinlich pro Teil mehr bekommen. Allerdings hätte ich über Kleinanzeigen wahrscheinlich weniger Teile verkauft, da ich in einem kleinen Dorf in Österreich wohne. Mir gefällt es aber sehr, dass durch Sellpy viele Teile weiterverwendet werden und ich finde es auch praktisch, dass ich fast keine Arbeit damit habe.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Manche Teile, die noch schön und teilweise neu waren und meiner Meinung nach mehr als 5 Euro wert gewesen wären, wurden aussortiert. Außerdem dauert es ziemlich lange, bis man die Tasche erhält (vielleicht geht es in Deutschland schneller als in Österreich) und bis die Sachen sortiert und online gestellt werden. Man braucht also ein bisschen Geduld, aber ansonsten waren meine Erfahrungen durchweg positiv.
Verkaufen über Sellpy: mein Fazit und Empfehlungen
Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Verkauf über die Sellpy Tasche und werde in Zukunft sicherlich öfter Kleidung oder andere Dinge, die wir nicht mehr brauchen, über Sellpy verkaufen. Worauf ich aber achten werde, ist, keine neuen oder sehr wertvollen Sachen über Sellpy zu verkaufen. Dafür nutze ich lieber Kleinanzeigen (hier bevorzuge ich in Österreich Willhaben). Für kleine gebrauchte Sachen finde ich Sellpy dagegen sehr empfehlenswert, da ich so einfach zu mehr Nachhaltigkeit beitragen kann und sogar noch einen kleinen Betrag erhalte. Diesen Betrag verwandle ich meistens in Sellpy-Credits (da gibt es einen Bonus) und nutze sie, wenn wir etwas bei Sellpy kaufen.
Möchtest du auch Kleidung oder andere Sachen über Sellpy verkaufen?
Hier findest du mehr Infos und kannst deine Sellpy Tasche bestellen.*
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Dieser Artikel wurde geschrieben von: Kirsten

Kirsten ist die Gründerin von Waschbare Welt und Nachhaltigkeit ist ihr Herzensthema. Für ihre Kinder waren Stoffwindeln ein logischer Schritt. Seit 2023 ist sie ausgebildete Stoffwindelberaterin und hat schon viele Eltern begleitet. Mit der Zeit kamen weitere Themen dazu: Windelfrei, waschbare Periodenprodukte und Free Bleeding. Auch hier möchte sie Wissen teilen, Unsicherheiten nehmen und zeigen, wie einfach nachhaltige Lösungen sein können. Auf Instagram @waschbarewelt und hier auf waschbarewelt.com findest du Tipps, Erfahrungen und Empfehlungen: ehrlich, alltagstauglich und mit viel Liebe zur Natur.
Quellen: Der Standard, Sellpy.
Fotocredits: Titelbild: Polina Tankilevitch (Pexels), Kleiderbügel: Liza Summer (Pexels), Sellpy Taschen: Kirsten Schoner.
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